Matratzen-Marketing – geschickt oder genial?

Gestern am Winterhuder-Markt gesehen und immer noch nicht ganz verstanden: Geschicktes Matratzen-Marketing mit Erwähnung von Mehrwert und Zusatznutzen, einfache Guerilla-Marketing für eine freischaffende Schwalbe ohne Bordstein oder gezieltes Cross-Marketing zwischen Produkt und Dienstleistung?
Nun ist Schluss!!!
Heute vor sieben Jahren hab ich mit ihr Schluss gemacht. Es war ein gravierender Einschnitt in mein Leben, es hat weh getan, aber es musste sein. Sie passte einfach nicht mehr in mein Leben – sie hat mich viel Geld gekostet, viel Zeit und zu viele Nerven.
Aber schön war die Zeit mit ihr doch. Damals, als ich sie kennen lernte – vor dreißig Jahren – war es eher etwas flüchtiges. Aber da war immer dieses „mehr“ – sie war nicht wie die braven Mädchen, die nach der Schule zum Geigen- oder Flöten-Unterricht gingen. Als sie zum ersten Mal meine Lippen berührte, da war es: So ein Rauschen im Blut, ein schwindeliges Gefühl im Kopf …
Sie wollte immer mehr und ich habe es am Anfang nur als lockerer Affaire gesehen – wenn sich was richtiges findet, so dachte ich, mach ich mit ihr Schluss. Doch sie blieb. Sie war immer bei mir, sie war Teil von mir – wenn ich feierte, wenn ich traurig war, selbst, wenn ich alleine sein wollte, war sie bei mir und half mir beim alleine sein.
Sie hat Kraft gekostet – auch, weil sie immer dabei sein musste. Mal schnell um die Ecke? Ging nicht. Ich musste immer erst warten, dass sie mitkommt. Sport mochte sie nicht so gerne und Flüge auch nicht. Natürlich habe ich Rücksicht genommen – bei der Arbeit war es schon schwerer: Sie mochte doch sehr gerne Pausen. Kurz mal raus, muss ja nicht jeder sehen, im Hof im Busch oder schnell auf Toilette – ja, alles war möglich, aber es wurde zur lästigen Pflicht.
Sie übernahm mein Leben, bestimmte, wo es lang ging, was ich mache und mit wem ich mich treffe – wenn sie nicht mitdurfte, war sie wütend und störte mich mit kleinen Botschaften, dass sie beleidigt sei, nicht mit dabei sein zu dürfen – ich konnte oft an nichts anderes denken als an sie.
Es haben mir viele Menschen gesagt, dass sie nichts für mich ist, ich doch was anderes suchen soll (andere Mütter haben ….) oder lieber alleine bleiben soll als mit der … auch nur einen weiteren Tag zu verschwenden. Ich konnte mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen, auch wenn sie mich oft nervte und mich störte. Ich mochte sie nicht mehr. Ihr Geruch, ihr Aussehen, einfach alles. Mir war manchmal sogar peinlich, wenn man uns zusammen sah, wie wir abends ausgingen oder an Wochenenden durch die Stadt gingen. Einmal hat uns der Hausmeister eines Hotels fast erwischt, als wir nachts am offenen Fenster – ja, ich war froh, dass es die Zimmernummer nicht rausbekommen hat.
Doch dann kam der Tag, wo ich es schafft, ihr zu sagen, dass es nichts mehr wird mit uns, wir fortan getrennte Wege gehen müssen. Natürlich hat sie sich gewunden – wir könnten doch noch …. und mit mehr Zeit für mich … sie gibt mir mehr Freiheit …. und so weiter.
Aber ich blieb hart. Die erste Zeit war grausam, ständig war ihr Bild in meinem Kopf: An jeder Straßenecke, beim Aufstehen, beim Schlafengehen, sogar nachts wurde ich wach und musste an sie denken, daran, ob es nicht doch besser wäre, wenn …. und festzustellen, das ich hart bleiben muss.
Heute denke ich gerne an sie zurück. Es war halt unsere Zeit. Ich möchte sie nicht vermissen, ich freue mich, dass sie meine Begleiterin war über 23 Jahre mit allen Hochs und Tiefs. Darum sage ich hier offen einfach danke für die ganzen Jahre und auch danke, dafür, dass Du mir nach einiger Zeit mein neues Leben gegönnt hast.
Du Zigarette.
Ich hatte eine Idee

Es war 2005 – ich hatte eine Idee und wollte diese verwirklichen. Ich sprach mit anderen Menschen. Und jeder sagte etwas anderes.
Der Banker meinte, ich bräuchte einen Businessplan, dann würde ich Erfolg haben. Ein Designer meinte, ich bräuchte ein Logo, dann würde ich Erfolg haben.
Ein Grafiker meinte, ich bräuchte eine Imagebroschüre, dann würde ich Erfolg haben.
Ein Versicherungsmakler sagte, ich bräuchte Absicherungen, dann würde ich Erfolg haben.
Ein online-Marketeer meinte, ich bräuchte eine Homepage, dann würde ich Erfolg haben.
Ein Steuerberater meinte, ich bräuchte eine Liquiditätsplanung, dann würde ich Erfolg haben.
Ein Anwalt meinte, ich bräuchte ein rechtssicheres Impressum und AGB, dann würde ich Erfolg haben.
Ein Personalberater meinte, ich bräuchte gute Mitarbeiter, dann würde ich Erfolg haben.
Ein Caterer meinte, ich bräuchte eine gute Kaffeemaschine, dann würde ich Erfolg haben.
…
Nach meiner Idee fragte mich keiner ….
Am Ende der Party ….
Punks ins Parlament – die Idee hat für mich etwas wie Kinder an die Macht. In Island ist es Wirklichkeit geworden. Das schönste an diesem Artikel ist jedoch, wie die Energie-Werke aufgeräumt werden: „… Ich war Barkeeper und habe Erfahrung: Am Ende der Party musst Du die Aschenbecher ausleeren ….“
Ich würde noch hinzufügen: Und die Flaschen entsorgen …. und frage mich seitdem, ob diese Aschenbecher nicht einfach auch woanders nur entleert werden müssen und wer den Zigarettenkippen das Gefühl geben darf, das Recht zu haben, sich gegen die Entsorgung zu wehren ….
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Mehr-Punk-weniger-Hoelle-/story/25977893
Die Krankenkassen bei den Hörnern packen

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, bei der Diskussion um die Finanzierung der Krankenkassen in einem riesigen Kino zu sitzen – deren Aufgabe ist es, mich zum Schmunzeln zu bringen. Oder ein gequältes Lächeln zu erwirken ….
Was nicht alles schuld ist an der Finanzierungslücke. Die steigenden Medikamentenpreise – ich sehe die Preise der frei verkäuflichen Medikamente und wundere mich, dass es nicht im staatlich geführten Markt etwas ähnliches gibt, bei der gleichzeitigen Frage, wo eigentlich die Ersparnisse durch die Verträge zwischen KK und Hersteller bleiben. Die Honorare der Ärzte können es ja auch nicht sein, glaubt man den Ärztekammern.
Die Gehälter sind schon oft diskutiert worden. Vorbei die Zeit, als Krankenkassen noch irgendwo ein Büro hatten in 2B Lage mit einfacher Ausstattung, wo die Leitung noch etwas weniger verdiente als „die in der freien Wirtschaft“, dafür aber auf ähnliche Sicherheit wie im öffentlichen Dienst setzen konnten. Mir ist noch die Mio. für irgendwas mit AOK im Ohr – warum wir bei Krankenkassenregionalvereinsstellen eigentlich vom Management gesprochen, wenn bloß verwaltet wird?
Bei Spendenorganisationen wurde schon öfters vorgeschlagen, den Verwaltungsaufwand zu nennen. Wäre das nicht eine Lösung auch für die Krankenkassen? Am Ende des Jahres werden die Immobilien, Gehälter, Werbeaufwendungen etc. zusammengefasst und in Relation zu den Mitgliedsbeiträgen gestellt? Als prozentual vergleichbare Zahl?
Es könnte Renner-Penner-Listen geben ähnlich den Telefontarifen. Oder ein Gesetz, nach dem der Mittelwert der drei spendierfreudigsten Kassen gleichzeitig die gesetzliche Obergrenze sind, über der die Kassen keine Zusatzbeiträge erheben dürfen. Oder Zuschüsse wegfallen.
Ist wahrscheinlich zu einfach …..
Terror! Gefahr gebannt?

Seit einigen Tagen geht es rum – die Meldung, dass Google Nest gekauft hat.
Allen Dementi zum Trotz frag ich mich, ob die Schnittstellen-Kombination Nest-Google / Google-NSA letzendlich dazu führen wird, dass einfallsarme Innenministerialmenschen in Zukunft erhöhte Raumtemperaturen als Beweis dafür nehmen könnten, dass in diesen Wohnungen Menschen aus terrorverdächtigen Ländern kommen. Immerhin neigen diese Länder ja dazu, ein heißeres Klima zu bieten ….
Wir bleiben gespannt und gucken, wo der Toast brennt.
Windig heute

Nun ist es ja immer so, dass man Nordlichter und andere spätestens dann unterscheiden kann, wenn die zweiten beginnen, die anderswo üblichen Bezeichnungen für Wind in Hamburg anzuwenden. Meine Besuche in anderen Gegenden Deutschlands zeigten mir ja eine völlig unbekannte Erscheinung: Windstille. Windstille im Norden ist ja, wenn es reicht, das Handy auf die Papiere auf dem Tisch zu legen und keinen Stein.
Wir sprechen also auch nicht vom Sturm, wenn es mal 6-7 BF gibt. Das ist die „steife Brise“ und das einzige, was man da machen kann, ist, den Schirm zuzulassen. Wer es nicht tut und anschließend jammert, verdient das „selbst schuld“, das ihm entgegen geworden wird.
Heute soll es anders werden. Xaver kommt. O.K. – eine nicht ganz alltägliche Sache in der Kombination Springtide, hohe Wasserstände in der Deutschen Bucht und der Sturmflut. Im Zweifelsfall halte ich mich da an die Innenbehörde: Die ist zuständig für die Einsatzkräfte und hat entsprechend einen Überblick: Die sagten, dass heute durchaus die Gefahr bestünde, sich am Fischmarkt nasse Füsse zu holen.
Der Wirtschaftssenator (was hat der eigentlich mit nicht selbst gemachtem Wind zu tun?) hingegen hat gleich panikartig das Schlagen einer Tanne abgesagt, die geplant war und ist mit seinen Männchen dabei, Weihnachtsmärkte und den Dom zu sperren. Ein zimperlicher Sprecher der Feuerwehr rät dazu, dass die Muddis aus Eppendorf ihre SUVs volltanken und Decken mitnehmen, wenn sie zum Bäcker um die Ecke fahren, um sich den Latte to go zu holen.
Ein Fischer sagte zu den Prognosen dann etwas handfester: „Haare machen lohnt sich heut nicht.“
Also lassen wir das Styling mal weg heute ….
Nu aber – oder so isses
Erster Beitrag auf neuer Seite. Ist immer blöd, mit einem weißen Blatt Papier zu beginnen und nicht zu wissen, wen man eigentlich was schreiben soll. Gedankensplitter – dieser Begriff ist mir mal vor 6 Jahren als Wortspiel untergekommen. Ich hab ihn gleich an mich gerissen und ihn häufig verwendet.
Gedankensplitter sagt genau aus, worum es gehen soll. Denken und Gedanken – die keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder eine wissenschaftliche Basis haben, sondern einfach so aufgeschrieben werden, wie sie in den Sinn kommen.
In diesem Sinn bin ich selbst gespannt, was hier entstehen wird und notiere:
Start im goldenen Herbst 2013 in Hamburg geglückt. Wie ich mich kenne, wird erst mal lange nichts kommen ….